Zugegeben....es ist etwas her...Mai um genau zu sein...da gabs den letzten Bleintrag fuer euch.
Ein Sorry also an alle die regelmaessig meinen Blog besucht haben und immer wieder enttaeuscht wurden!
Jetzt ist meine Zeit in Ghana auch schon abgelaufen - Zeit fuer einen, auesserst komprimierten, Abschlussbericht - ausfuehrlicher wirds dann wenn ich wieder in Deutschland bin.
Wobei es jetzt schon schwer ist zu sagen was seit Mai alles passiert ist. Lange Zeit war alles beim Alten. Aufregend wurde es erst gegen Ende meines Aufenthalts.
Im Juni verliessen mich zuerst einmal die ganzen anderen Freiwilligen, so dass ich Ghana bzw. zumindest meine gleine Heimatstadt Akim da endlich fuer mich hatte. Anfangs war es gewoehnungsbeduerftig doch allgemein war es schoen endlich mal Ghana allein zu erleben. Man gewoehnt sich doch sehr daran sich mit anderen Europaeern(?) zu umgeben auch wenn man das eigentlich nicht beabsichtigt. In dieser Zeit habe ich viel mit meinem Gastbruder unternommen und ihn nochmal besser kennengelernt. Dann kamen auch bald schon die Ferien und damit war auch mein zweiter von drei SChul-Terms beendet, wie bisher verfliegt die Zeit immernoch viel zu schnell! In den Sommerferien kam dann ein ganzer Rutsch an neuen Freiwilligen aus Deutschland - 15 an der Zahl! Diesesmal kein Mix aus Nationalitaeten sondern nur ein grosses Paket an deutschen Freiwilligen! Schade in Hinsicht auf internationalen Austausch aber deutsche trifft man hier ja sowieso an jeder Ecke! ( Es ist echt unfassbar wieviele deutsche Freiwillige hier sind! Man trifft einen Weissen und die Chancen stehen bei min. 50%, dass er/sie aus Deutschland kommt.) So habe ich auch eine neue Gastschwester bekommen! Wie haben uns von anfang an gut verstanden und genau da war wohl das Problem! Hier began so langsam der aerger. Im Laufe der Zeit wurde meine Gastmutter immer merkwuerdiger und Dinge, die bisher selbstverstaendlich waren wurden zum Problem. Viele haben hier schon frueh eine Eifersucht meiner Gastmutter vermutet...eifersuechtig auf meine neue Gastschwester...denn in Wahrheit war sie vielleicht schon lange in mich verliebt :D. Okay okay...just kidding! Dazu kam noch ein weiteres Problem...das Geld! Je naeher ich dem Ende meines Programs kam umso wichtiger wurde das Geld. Ununterbrochen wurde ich darauf hingewiesen wie teuer es ist einen Freiwilligen zu haben, wie schwer es ist eine Schule zu finanzieren usw. .Allerdings ging es soweit, dass man im Halbdunkel fruehstuecken sollte weil doch der Strom so teuer ist, dass wir selber das Trinkwasser kaufen mussten (das dann teilweise auch wieder ueber die Schulkantine verkauft wurde)...
All das kann man ja auch verstehen , ich glaube sehr wohl, dass es schwer ist eine Schule zu finanzieren usw. Wenn man nebenbei aber das eigene Haus und das Grundstueck renovieren laesst und Unmengen an die Kirche spendet (10 Saecke Zement, Geld UND eine KANZEL sowie einen ALTAR anfertigen lassen) verliert die Aussage "I don't have money' an glaubwuerdigkeit! So blieb am Ende nicht einmal etwas Geld uebrig um meinem Gastbruder seine Schulgebuehren zu zahlen! Dazu muss gesagt werden, dass er die eigentliche Seele der Schule ist (sollte ich je gesagt haben meine Gastmutter sei dies bitte ich diesen Fehler zu entschuldigen ;)). Er erledigt all die wichtigen arbeiten fuer die gnaedige Madame und noch viel wichtiger - er spricht mit den Lehrern, hilft den Kindern und hat den Draht zu den Eltern. Kurz und knapp - ohne ihn wuerde das ganze Konstrukt Elite School ganz schnell zusammenbrechen! Nun wurde er schon zurueckgehalten nach Accra zu gehen und dort zu studieren und hat sich auf das Kompromiss Abendschule eingelassen und dann kurz vor seinen Pruefungen, zu denen er ohne Bezahlung der Gebuehren natuerlich nicht zugelassen wuerde, heisst es 'I don't have money!'. Das von jemandem, der allen Menschen immer praedigt wie wichtig doch Bildung sei - fuer iren eigenen Sohn anscheinend nicht!
Seine gebuehren wurden bezahlt und er konnte seine pruefungen ablegen (ergebnisse stehen noch auch).
Als es auf die SChulferien und damit das Ende meines Projektes zuging kam dann die grosse 'Eifersuchtsszene' (Spass!). Meine Gastschwester war inzwischen in eine andere Gastfamilie gezogen und nach einer wiedermal absurden Szene und einem noch widerspruechigeren Gespraech mit meiner Gastmutter habe ich beschlossen auszuziehen und meine Sachen gepackt. Am vorlezten Schultag wurde uns dann vom Schulleiter mitgeteilt, dass wir beide sofort das Projekt verlassen sollen und ich auch meine Sachen packen und ausziehen soll. Kein Gespraech von Auge zu Auge...nein...man laesst so etwas durch eine dritte Person mitteilen! Sehr schade! So habe ich mir meinen Abschied im Leben nicht vorgestellt! Als ich mich dann verabschieden und mich fuer ihre Gastfreundlichkeit bedanken wollte wurde ich einfach ignoriert. Der versuch mich spaeter noch zu verabschieden wurde nicht direkt abgelehnt, aber die AUssage 'I'm at the hairdresser, you can come here to say goodbye!' ist wohl nicht gerade eine Einladung zu einer friedlichen Verabschiedung.
So endete also meine Zeit in meiner Gastfamilie mit der ich 11, mal gute und mal schlechte, Monate verbracht habe...sehr traurig!
So war dann auch meine ehemalige Gastschwester wieder meine Gastschwester, denn ihre Familie war so nett mich fuer die letzten Wochen aufzunehmen! In diesen paar WOchen habe ich mich hier in Ghana heimischer gefuehlt als je zuvor! Ganz zum trotz der gegen Ende des AUfenthalts natuerlicher Weise aufkommenden Freude auf die Heimreise habe ich mir gewuenscht noch laenger in dieser so wunderbaren Familie zu verbringen. Kay, Anni, Afuhia, Baby Kay und Kofi...so heissen sie...die Personen, die ich als meine Familie in Ghana in Erinnerung behalten werde...in schoener Erinnerung! Auch meine alte Gastfamilie werde ich nicht vergessen, denn einen Freiwilligen fuer ein Jahr in sein Haus aufzunehmen erfordert sicherlich auch eine Menge an Energie, gerade fuer eine Frau nahe der 70. Ganz wichtig natuerlich auch mein Gastbruder Isaac, Boat, CrazyBoy, BoatBaby...dieser junge Mann arbeitet so hart ohne dafuer Anerkennung zu bekommen...hier kann es jetzt also jeder lesen nd wer es nicht glaubt kann sich hier in Ghana selber ein Bild von ihm machen! Von mir aus also ein grosses 'RRESPECT!!'
Seitdem ich dann entgueltig meine Familie verlassen habe toure ich nun etwas durch Ghana bevor ich meinen Heimweg antreten werde.
In diesem Sinne...bis bald!
P.S.: Schaut ich mal folgende Internetseite an! Grossartiges Projekt, dass ich leider erst vor kurzem entdeckt habe! Der wohl friedlichste und liebevollste Ort Ghanas!
http://www.operationhandinhand.nl/engels.htm
Mittwoch, 19. Januar 2011
Mittwoch, 19. Mai 2010
travel travel travel...
Vor langer langer Zeit lebte einmal ein aktiver Blogger in Ghana;)....jaja sorry....dieser Post hat lange auf sich warten lassen und damit habe ich jetzt den Druck auf mich selber erhöht eure Erwartungen auch zu erfüllen. Ich werde mein bestes geben euch nicht zu enttäuschen! Dann werde ich mal die Tasten meines total virusbefallenen Laptops heiß laufen lassen....auf dass mir die Fingerkuppen schmelzen!
Der Saga erster Teil: Mit den Gebrüdern AFS in die Volta Region
Da waren wir nun wieder vereint - die Akim-Gefährten (Akim-Oda, Akim-Manso, Akim-Ansantang), bestehend aus Katja, Marius, Dimi(tri), Sarah und mir, mit dem Rest der übers Land verteilten AFS Freiwilligen. Alle waren wohl auf, alle haben sich gut eingelebt, wunderbar! Los ging es natürlich wieder mit dem üblichen AFS-Rital der Warterei, hierbei dürfen keine Fragen gestellt werden...die Kunst scheint es zu sein alles einfach hinzunehmen und die Zeit dahin fließen zu lassen. Dann ging es endlich los! Wohin? Wie sieht der Plan aus? Gibt es überhaupt einen Plan? Keiner wusste es...also...hinnehmen.
Als wir in der Volta Region ankamen war es bereits dunkel und doch ließ sich am Rande der steilen Bergstraße, die wir gerade erklimmen, das verheißungsvolle Schild „Mountain Paradise“ entziffern, da kam Hoffnung auf! Diese Hoffnung wurde auch bis zu letzt nicht enttäuscht! Angekommen in unserem Mountain Paradise Hostel wurden wir zu unseren Zimmern geführt, die als großes Highlight eine riesige Terrasse direkt am Hang eines Waldes mit Blick auf die Berge zu bieten hatte.
Die nächsten Tage brachten dann aber auch noch ein paar weitere Highlights mit sich. Da wäre zum einen eine Hikingtour durch den tiefsten Wald zu einem kleinen Wasserfall – sehr anstrengend aber auch echt lohnenswert. Einen größeren Wasserfall gab es dann ein paar Tage später zu sehen, wenn ich mich recht entsinne soll es der größte Wasserfall Westafrikas sein. Da konnte ich es mir selbstverständlich nicht nehmen lassen auch einmal ins Wasser zu springen und die Wucht der stürzenden Wassermassen am eigenen Leib zu erfahren – WOW...was für ein geiles Gefühl unter einem Wasserfall zu stehen! Warum kann ich keinen vor meiner Tür haben für die morgendliche Dusche, danach ist man definitiv wach! Zwischendurch wurde noch ein kleiner Berg (mit deutschem Kreuz auf der Spitze!) bestiegen und mit dem Mountainbike in atemberaubendem Tempo von unserem Hostel ins Tal gefahren. Die Radtour ging dann auch noch weiter aber leider hatte ich beim bergauf fahren mehr Probleme als beim halsbrecherischen Downhill, so dass ich dann den Rest des Weges, wie auch einige andere, im Bus zurück legte. Ziel der Radtour war dann ein Affenreservat in dem wir dann erstmal Affen mit der Hand gefüttert haben! Kurz vor meiner Abreise muss ich da wohl nochmal hin um mir dann einen Affen für zuhause einzupacken ;).
Die Abende wurden dann entweder am mehr oder weniger organisierten Lagerfeuer oder eben auf der wunderschönen Terrasse mit Getränken und Spielen wie „Wer bin ich“ verbracht. Alles in allem war es ein echt schöner Trip und ich denke es war auch nicht das letzte Mal, dass ich die Volta-Region besucht habe.
Zurück in Accra, zurück in unserem Stammhostel, den ersten Trip hinter uns aber die wahre Reise noch vor uns!
Zweiter Teil der Saga: Auf Suche nach Gold an der Küste
Die Gruppe war nun also wieder reduziert auf den wahren Kern, die Akim-Gefährten, so konnten wir dann früh am morgen gleich unser TroTro besteigen und die Reise gen Westen antreten...nächster Halt....Cape Coast!!
Angekommen in Cape Coast ließ sich direkt der Flair dieser wunderschönen Küstenstadt inhalieren.
Die Gebäude, die Luft, die Menschen...alles spiegelt so perfekt das Bild einer kleinen Fischerstadt wieder und das obwohl die Stadt doch so riesig ist. Bereits nach dem ersten Spaziergang durch die Stadt hatte ich das Gefühl die Stadt zu kennen! Dazu weht dann auch noch diese frische Seebrise durch die Straßen...ich habe meine Lieblingsstadt hier in Ghana gefunden. Am nächsten Morgen sind wir dann gleich im Sinne der Earlysbirds ab zum Castle um dort die Fischer zu beobachten. Es war ein wunderschöner Anblick....und für die armen Fischer sicherlich harte Arbeit. Etwas erinnerte mich die Szenerie an einen Familienausflug, die Männer kommen mit Ihren Booten vom Fischen zurück, die Frauen sitzen an Land und sortieren die Fische während die Kinder entweder mit einem einfachen Holzstück im Wasser die kleinen Wellen abreiten oder am Strand Fussball spielen.
Die anschließende Führung durch das Castle war wirklich interessant – besonders die Kerker waren wirklich beängstigend. Glücklicherweise war unserer Führer auch nicht so sehr daran interessiert die Gruppe zusammen zu halten, so hatte ich die Möglichkeit überall herum zu streunen. Am Ende denkt man doch noch ein zweites mal über die Sklaverei und die damit verbundenen Grausamkeiten nach.
Von Cape Coast aus ließ sich dann auch wunderbar der Kakuum-Nationalpark und sein berühmter Canopy-Walkway (mehrere Brücken zwischen den Baumwipfeln) besuchen. Wir haben also ein Taxi gemietet, dass uns an einem Tag nach Kakuum und dannach noch zu einer Straußenfarm und einem Krokodilresort fährt. Der Walkway war super, wenn auch etwas kürzer als erwartet und leider ohne die Sichtung eines einzigen Tieres. Die Straußenfarm an sich war auch nichts besonderes aber was sind das doch für riesige Vögel....mein Gott! Zum Highlight des Tages habe ich dann später noch ein Krokodil gefüttert und auch angefasst! Uns wurde in dem Krokodilsee noch ein Krokodil Namens „Boss“ mit 4 Metern Länge versprochen, dass wir aber leider nie zu Gesicht bekamen.
Der Rest des Tages konnte dann wieder im wunderschönen Cape Coast genossen werden.
Schweren Herzens musste ich dann also auch diesem wunderschönen Ort den Rücken kehren....dort ahnte ich allerdings noch nicht welche Schönheit mich an unserem nächsten Ziel erwartete.
Die TroTro-Fahrt war lang, die TroTro-Fahrt war anstrengend aber an der Green Turtle Lodge angekommen wurden wir sofort für unsere Strapazen entschädigt...der erste Blick auf den traumhaften Strand ließ einen direkt alles andere vergessen! Die gesamte Anlage war so perfekt in die Landschaft eingearbeitet, dass man sich hier einfach nur wohlfühlen kann...hier und da eine kleine Hütte, dort ein kleines Strohhäuschen mit Platz für einige Zelte und in der Mitte eine große Bar, die aus einem alten Schiff gebaut wurde. Hier bleibe ich....hier lebe ich....ich will hier nie wieder weg! Wahrscheinlich bin ich nicht der einzige dem diese Gedanken hier durch den Kopf schießen. Nach dem einchecken geht es natürlich auch gleich ab ins Wasser...da kommen Heimatgefühle auf...das Meer....der Strand. Die nächsten Tage werden hier also ausgiebig genossen...faulenzen am Strand...stundenlang den feinsandigen Strand entlanglaufen ohne eine Menschenseele zu treffen...Volleyball in der ghanaischen Sonne....Bodyboarden in den Fluten der Goldküste...und den Abend dann mit leckeren Cocktails an der Bar ausklingen lassen. Es war eine verdammt schöne Zeit und auch hier muss ich sagen...ich werde wiederkommen! Vorallem kostet die Nacht in einem Zelt umgerechnet ca. 2,50 €...dazu kommt dann natürlich noch das Essen und die Getränke aber auch das hält sich alles in Grenzen.
Schwierig gestaltete sich dann allerdings die Abreise, was ich schon als Zeichen sehen wollte einfach noch eine weitere Nacht zu bleiben, denn an diesem Ende der Welt gibt es nur ein kleines Dorf und geschätzte 4 TroTros am ganzen Tag. Satte 2 Stunden hat es uns gedauert ein TroTro zu bekommen, da war ein großer Teil der gewonnen Erholung gleich wieder dahin. Und so ließen wir dann die Küste hinter uns....Gold haben wir in Form der Green Turtle Lodge auch gesehen....
Teil 3: Auf Richtung Norden
Nach der Ruhe und Entspannung an der See gab es dann direkt wieder Kontrastprogramm mit Ghanas zweitgrößter Stadt Kumasi. Hier gab es nicht allzuviel zu sehen, hier und da ein bisschen Sightseeing aber das wars dann auch schon. Es ist eine schöne Stadt, gefällt mir besser als Accra weil es irgendwie trotz der Größe nicht ganz so busy ist wie Accra. Glücklicherweise waren wir uns alle einig, dass es nicht viel zu sehen gibt, so konnten wir unsere Tour auch schnell wieder fortsetzen.
Als nächstes standen zum zweiten Mal, nach unserem AFS Trip, ein paar Affen an! Ein kleines Dorf im Dschungel in dem die Menschen mit den Affen leben war also unser nächstes Ziel. Auf dem Weg dorthin habe ich wohl meinen Lieblingssitz im TroTro gefunden – zwischen Fahrer und Beifahrer auf einer Art kleinen Kuppel, natürlich ohne Lehne oder ähnliches! Am Hostel angekommen ging es dann auch gleich unter Führung in das „Affendorf“. Es ist wahr...hier leben wirklich Menschen und Affen auf einem kleinen Fleckchen Erde zusammen! Die Affen lassen sich so leicht füttern und sie sind soo neugierig....einfach nur geil! So ein Affe muss mit nach Hause! Selbst an unserem Hostel konnte man die Affen immer wieder übers Dach rennen oder durch die Bäume hüpfen sehen. Noch nie bin ich Affen so nah gewesen....tolles Erlebnis!
Da wir uns auch hier wieder mitten im Dschungel befanden war es wieder recht schwer ein TroTro zu bekommen, aber als wir es dann geschafft konnte die Reise zum Norden des Landes weitergehen. Vom Dschungel ging es dann wieder in die Zivilisation....
...willkommen in Tamale, der Hauptstadt des Nordens. Ich hätte es ja selber nicht gedacht, aber der Unterschied zwischen dem Süden und dem Norden des Landes ist hier wirklich sofort zu sehen. Es ist nicht nur, dass der Norden allgemein etwas ärmer ist als der Süden, aber das gesamte Stadtbild ist auf seine Art und Weise anders als die Städte im Süden. Ein großer Unterschied hier auch: die halbe Stadt ist auf zwei Rädern unterwegs...seien sie nun motorisiert oder nicht. Um die Stadt zu besichtigen bleibt allersings vorerst nicht viel Zeit, denn früh am Morgen geht es wieder weiter...ein großes Highlight steht auf dem Zettel...der Mole-Nationalpark!!
Leider umsonst früh aufgestanden! Der Bus fährt nicht! Die Straßen sind zu schlecht! Kleines TroTro mieten? No Way! Streets too bad! Also müssten wir ein großes TroTro mieten...los geht’s...erster Preis: 300 Cedi (150 €)!! Wow...so nicht...am Ende warens dann 120 Cedi für 11 Leute, denn wir haben noch ein älteres Ehepaar aus Amerika aufegegabelt, die den gleichen Weg haben. Grausame Fahrt...jetzt weiß ich was die alle mit den Straßen meinten!!
Wir sind daaa....also ab zur Rezeption...Hey was ist das??...eine Affenmama mit ihrem kleinen am Bauch kreuzt doch glatt unseren Weg! An der Rezeption werde ich nicht gebracuht also mach ich doch gleich mal nen Abstecher zum Wasserloch UUUUNND.....SEHE SOFORT MEINE ERSTEN ELEFANTEN HIER!! Wow unglaublich! Sie sind weit weg...nach 5 Minuten haben sie sich wieder verkrochen, aber ja verdammt ich habe Elefanten gesehen!!
Dank unseres frühen Starts in Tamale waren wir nun auch zeitig in Mole, so dass wir den ganzen Tag damit verbringen konnten uns von den herumstreunenden Tieren (verschiedenste Affen, Warzenschweine...) flashen zu lassen, das Wasserloch zu beobachten oder einfach am Pool abzuhängen. Vorher wurde uns schon von anderen Freiwilligen berichtet, die 3 Tage hier waren und nicht einen Elefanten gesehen haben – Daumendrücken, dass wir mehr Glück haben!
Am Abend ging es dann auf die erste Auto-Safari. Plötzlich hält der Wagen und der Ranger nimmt uns ein paar Meter mit in den Wald...und was gibt es da?? ELEFANTEN!! Gleich 10 oder mehr!! und sie ziehen einfach seelenruhig durch die Gegend, so dass wir Ihnen folgen können bis sie auf einer kleinen Lichtung sind und wir sie in voller Pracht sehen können. Imposante Geschöpfte....wirklich...und dabei so friedlich...die erwarten Wirklich von niemandem etwas Böses!
Auf dem Rest der Safari sehen wir vom Auto aus noch ein paar verschiedene Antilopen, Warzenschweine und Affen.
Am nächsten Tag ging es dann gleich mit einer Walking-Safari weiter. Woher unser unglaubliches Glück kommt weiß wohl keiner, aber es klappte wieder...wieder waren die Elefanten da...baden seelenruhig am Wasserloch...und sogar ein kleiner, verspielter Elefant ist dabei...es heißt also einfach hinsetzen und genießen. Nach ihrem ausgiebigen Bad wollten die Elefanten uns anscheinend nochmal zeigen, dass sie nicht die einzigen Elefanten hier sind, also führeten sie uns zu einer großen Lichtung wo dann plötzlich nochmal 10 oder mehr Elefanten warteten! So viele Elefanten auf einmal hätte ich hier im Leben nicht erwartet! Wir Glückspilze!
Am letzten Tag stand dann noch zum Abschluss eines so schönen Aufenthalts im Mole-Nationalpark noch eine Nacht im Baumhaus an. Wie sich herausstellen sollte ist es blauäugig zu hoffen, dass Regen nicht wiederkommt wenn er einmal gegangen ist! So hatten wir eine lange und nasse Nacht im Baumhaus, die uns allen doch ein paar Kräfte gekostet hat.
Etwas zerknirscht ging es dann also wieder mit einem gemieteten TroTro zurück nach Tamale. Mit dem Fahrer war vorher allerdings auch noch ein Stop in Larabanga vereintbart worden um dort die älteste Moschee des Landes zu besichtigen. Schön die Moschee zu sehen....alles andere rundherum war ein Albtraum! Das ganze Dorf war da...alle waren net und freundlich...BIS...es plötzlich hieß wir sollen doch bezahlen für die Gemeinde usw. ….jeder wollte Geld! Vielleicht ist das dort sogar so, aber wir haben unseren Fahrer für eine Besichtigung dort bezahlt und der muss wissen ob da eine Gebühr fällig wird...das ganze Dorf war also sauer auf uns, stand um den Bus herum und drohte mit der Polizei! Ich denke das die Gangster wohl die jenigen sind, die den Trip für uns „organisiert“ haben. Ich finde es irgendwie immerwieder schade Ghana so zu erleben...einige Menschen sehen in einem wirklich nur das Geld, es sind die Ausnahmen, aber sie werfen so ein schlechtes Bild auf den Ghanaer an sich!
Back in Tamale...und dieses Mal auch um zu bleiben...zumindest etwas.
Abgesehen vom besten Egg+Bread, dass ich hier je gekostet habe, gab es hier aber nur das übliche Sighseeing hier und da. Diese ganze Bewegung auf zwei Rädern hier in Tamale ist aber echt super, warum ist das nur im Süden nicht so verbreitet?
Hier in Tamale enden wir dann auch unsere Reise Richtung Norden und kehren uns dann doch langsam der Heimreise zu....
Teil 4: Ablegen Richtung Heimatgefühle
Nach einem Tag voller TroTro-Fahrten, einer Menge Warterei und einer kleinen Bootsfahrt sind wir pünktlich zum Dinner in Yeji angekommen von wo aus diese Nacht unser Schiff Richtung Süden starten soll. Leider weiß keiner genau ob das Schiff rechtzeitig ankommt und wann wir es dann betreten und können, also hieß es einfach wieder: warten!
Das Schiff kam, Menschenmassen warteten und der Kampf ging los! Ja es war ein Kampf! Ein wahrer Kampf um bloß nicht zu spät auf dem Schiff zu sein! Noch nie hab ich die Menschen hier so gestresst gesehen...und du dazwischen mit deinem riesen Backpack auf dem Rücken...es war eine Qual! Angekommen auf dem Schiff dann der erste Schock...die Leute schlafen hier in Holzkisten an Deck...und wie haben auch geplant draußen zu schlafen...in den Kisten etwa?? Glücklicherweise endete unsere Suche nach einem angenehmeren Platz sehr erfolgreich am anderen Ende des Schiffes...Holzbänke...ein Dach über allem...wunderbar! Eingeteilt ist das Schiff übrigens in 3 Klassen – 3. Klasse, wie auch wir einfach irgendwo an Deck, 2. Klasse in der Dinning-Hall und dann gibt es noch 1-3 Kabinen pro Fahrt. Die sogenannte zweite Klasse würde ich aber niemandem empfehlen, denn der ganze Raum ist einfach vollgestopft mit Menschen, die überall schlafen und tagsüber laufen dann den ganzen Tag lang die guten Nigirian Movies. So waren wir dann also über 48 Stunden auf diesem Schiff und vertrieben uns die Zeit mit Kartenspielen, Lesen oder einfach Rumhängen. Unsere amerikanisches Ehepaar war auch wieder mit von der Partie und genauso wie auch der Kapitän des Schiffes boten sie einem gute Gesprächspartner.
Nachdem das Schiff auf unserer Tour immer weiter mit Yams vollgeladen wurde erreichten wir dann nach langer Zeit auf See unseren Zielhafen in Akosombo. Hier endet also unsere Reise...jeder wird wieder seine Wege gehen...ein paar verbringen noch etwas Zeit in Accra...ich sogar etwas mehr Zeit als mir lieb ist...und alle erinnern wir uns immer wieder gerne an diese wunderschöne Reise!
Mittwoch, 17. März 2010
Accra Accra Accra
Der letzte Eintrag ist ja schon wieder ein bisschen her, damals nach unserem Trip nach Winneba.
Vor einer Woche haben wir den nächsten Trip angetreten und damit ist natürlich auch wieder ein Eintrag fällig.
Der größte Nationalfeiertag hier in Ghana ist der 6. März, der Independeceday. Wenn das mal keine Gelegenheit ist sich in der Hauptstadt blicken zu lassen um sich das Spektakel anzusehen und auch wieder einen Hauch westlichen Einflusses zu spüren. Ein weitere traditioneller Brauch hier in Ghana kam uns hier ebenfalls zu Gute, denn wenn ein Feiertag hier auf das Wochenende fällt, und somit keinen zusätzlichen freien Tag mit sich bringt, wird er einfach am nächsten Wochentag nachgeholt. Der Montag war also auch frei und bescherte uns etwas mehr Zeit im Trubel der Großstadt. Glücklicherweise wurde am Freitag an meiner Schule auch nicht unterrichtet – es war Marschieren angesagt! Nächste Tradition zum Independenceday – Marschieren! Zum Einen wird bei der großen Veranstaltung in Accra groß aufmarschiert zum Anderen werden in kleineren Kreisen anscheinend in kleineren Kreisen unter Schulen Marschier-Wettbewerbe zu veranstalten. Statt zu lernen wurde in den letzten Wochen und gerade an den Tagen vor dem Independeceday also fleißig marschiert (Am Ende hat meine Schule übrigens den 3. Platz belegt). Ich konnte also direkt am Freitag Morgen nach Accra starten und erst am Montag musste ich mich wieder auf den Heimweg machen. Die Abfahrt nach Accra verzögerte sich leider etwas....mein Paket aus Deutschland ist angekommen (Hier nochmal ein großes Dankeschön an meine Eltern!!)! Was hab ich mich gefreut – BIS...ja bis ich den netten Herren vom Post Office kennengelernt habe. Fein gekleidet in seiner blauen Zollbehörden-Post-Mist-Uniform und seinem Hütchen nahm er mein Paket und die beigelegt Packliste gründlich unter die Lupe und tippte und rechnete dann drauflos. Nach einer meiner Meinung nach ziemlich willkürlichen Rechnung sollte ich dann übern Daumen gepeilt 50 % des Paketwertes nochmal als Steuer und Zoll zahlen, wahrscheinlich inklusive Handgeld für den netten Officer. Die nächsten 1,5 Stunden zusammengefasst: Leif dicker Hals, Officer beteuert das Geld sei ja für den Staat, Diskussion über einzelne Teile im Paket, Leif lässt sich die Rechnung erklären – Ergebnis: es wurde die klassische „Pi-mal-Daumen-Methode“ angewendet, unzählige erfolglose Versuche dem Post Officer seine Fehler zu erklären (alle Waren wurden mit 20 % Importduty und 17 % VAT/MwSt. Besteuert obwohl bei einigen der Satz sogar bei 0 % liegt), Officer war endlich auch genervt, Leif will endlich nach Accra, 160 Cedi (ca. 80 Euro) werden unter Vorbehalt gezahlt.
Ich habe also noch die schöne Aufgabe dem schicken Post Officer seinen Job ab zu nehmen und eine genaue Aufstellung der Steuern zu machen.
Vom Post Office gings direkt nach Hause um einen kurzen Blick in das Paket zu werfen.
Danach direkt die Abfahrt nach Accra.
Auf dem Weg nach Accra geschah es dann, endlich, nach 2 Monaten in Ghana, ich erlebte MEINE erste echte TroTro-Story! Eigentlich eine ganz angenehme Fahrt im TroTro letzte Reihe zwischen zwei jüngeren Damen, eine davon mit Kind. Auf halber Strecke SAH ich das es begonnen hatte zu regnen und kurze Zeit später SPÜRTE ich, dass es begonnen hatte zu regnen. Ihr müsst dazu wissen, das TroTro's Kleinbusse sind, die als Sammeltaxi benutzt werden und nicht unbedingt im besten Zustand sind. Unser Kofferraum war anscheinend zu beladen um die sowieso schon recht instabile Tür zu schließen. Wasser findet eben seinen Weg, besonders wenn am Ende des Autodaches ein riesiger Spalt offen ist. Wohin es den Weg gefunden hat ist wohl klar, direkt auf meine Rückenlehne. Mit Gepäck auf dem Schoß war aufstehen auch undenkbar – womit ich meine erste On-TroTro-Tour-Dusche bekam. Im Großen und Ganzen echt lustig, nur nicht für das Baby neben mir, vor 2 Minuten noch süßes, kleines Baby und dann plötzlich kleines, schreiendes Monster. Angekommen in Accra war mein Shirt auch schon wieder trocken und den nassen Fleck auf meinem Hintern hat anscheinend auch keiner entdeckt.
Endlich im Hostel! Gepäck abladen! Weiter! AFS Büro! Noch mehr AFSer haben sich wohl entschieden den Feiertag zu nutzen...sehr schön!
Also noch ein paar Leute aufgegabelt, beim Essen das erste mal über die Preise in Accra gewundert und dann zurück zum Hostel. Den Abend verbrachten wir mit viel Laufen! Auf der Suche nach dem richtigen Pub oder Club, für mich kein Problem ich bin da anspruchslos – ein gutes Bier gibt’s überall. Bei einer Gruppe von mehr als 10 Leuten gestaltet sich das natürlich schwieriger! Erst landeten wir in einer kleinen Straßenkneipe, die sich in den nächsten Tagen noch zu unserer Stammkneipe entwickeln sollte, von dort aus wurden wir in einen Pub geschickt, der sich als High Society Club herausstellte. Ohne den Eintritt von ca. 10 Euro zu bezahlen ( Türsteher zum anderen Türsteher „Hey lass die Weißen rein, die gehen ja sowieso gleich zur Bar und kaufen was“) also ab in die Nobelhöhle. Der Aussage des Türstehers wollte ich natürlich auch direkt folge leisten und ab an die Bar. Die meisten haben dann die Cocktailpreise abgeschreckt, so dass wir dann nur zu zweit am Tresen standen um unsere ca.4 €-“teuren“ drinks zu ordern – kein Havana, okay dann Captain Morgan, einfach oder doppelt?, was kostet doppelt?, 1 Cedi mehr, gibt’s auch dreifach?, nein!, dann doppelt!!
Danach ging die Suche weiter bis sich ein Teil der Gruppe entschied Bacradi zu kaufen und zurück zum Hostel zu gehen, klingt schlicht aber nett. Zum Glück hab ich mich aber doch von der lauten Musik über die Straßen zu einem geilen „Club“ tragen lassen. Eigentlich sind es nur ein paar Buden an der Straße aber es gab gute, laute Musik und alles war voller Menschen. Nicer place, also steil gehen! Drinks, Spaß und vor allem crazy Dances beherrschten die nächsten Stunden. Wie die Leute hier tanzen – unglaublich, das sieht fast so aus wie das was man sonst eher im Schlafzimmer sieht.
Später gings dann wieder zurück zu unserer Straßenkneipe in der der Barkeeper uns auch gleich unseren Wunsch erfüllte und eine fette 90er CD über die Boxen spielen ließ...NICE! PARTY ON!
Samstag früh, Spaß gehabt, heute muss aber was sinnvolles her. Es war also Sightseeing angesagt, toller Plan nur gabs wieder viele unterschiedliche Ansichten. Beim Frühstück wurde dann der Tagesplan aufgestellt und los gings. Erstes Ziel Legon University of Ghana. Wow, was für ein Komplex! Ich möchte also gerne in Ghana studieren, was? Egal, hauptsache Legon!
Alles hübsch angelegt mit viel Grün, einer großen Straße in der Mitte, stilvollen Gebäuden, Statuen und und und...es war einfach riesig!
Auf unserem Plan stand weiter unten auch noch die Accra Mall, aber da wir gerade in der Nähr waren änderten wir den Plan und fuhren zur Accra Mall, wo wir dann den Rest des Nachmittages verbrachten. Nice but strange, das triffts wohl. Die Mall ist echt schön und hat viel von einer westlichen Mall, genau da ist auch das „strange“ anzusetzen, denn man fühlt sich dort wie in einer Welt irgendwo zwischen Ghana und Europa bzw. dem Westen. Selbst einen Apple-Store hab ich gefunden (leider kein IPad zu sehen). Ich habe mich hauptsächlich darauf beschränkt den Supermarkt nach bezahlbaren westlichen Lebensmitteln zu durchstöbern. Teilweise waren die Preise echt heftig für westliche Produkte, z.B. ein Glas Nutella 17 Cedi und Käse war auch extrem teuer, leider!
Nach der Shoppingtour musste natürlich auch erstmal was essbares her und glücklicherweise konnten wir uns auch kulinarisch mal etwas westlicher Orientieren – BURGER! POMMES! Ein Traum!
Der Tag war inzwischen auch schon zu weit voran geschritten um die Sightseeingtour noch auszudehnen also - zurück ins Hostel und ab zur Beachparty.
Die Beachparty...WOW...so viele Menschen am! Gibts`s hier auch Sand und Meer? Denn ich seh nur Menschen! Gleich am Eingang ging`s dann schon wieder los mit dem Andrang auf die Weißen, jeder bot sich dir als Führer an um dir alles zu zeigen und mit dir zu feiern. Eine größere Gruppe Obrunies wird natürlich auch schnell erkannt und somit wurden wir am Strand dann auch gleich von einer Kellnerin zu einem netten Platz geführt. So saßen wir also einige Stunden, genossen die Musik, tranken kühles Bier, aßen traumhafte Pizza und ließen uns von der Masse an ,zum Teil sehr interessanten, Menschen berauschen. Sehr netter Spot zum feiern aber zum chillen am Strand absolut ungeeignet. Als der Strand sich langsam lehrte gings auch für uns wieder Richtung Stadt, wieder in unsere Straßenkneipe, in der wir schon mit einem Lächeln und dem besten aus den 90ern begrüßt wurden.
Sonntag früh machten wir uns dann direkt auf den Weg zum Sightseeing, ohne Frühstück...man kann ja unterwegs was essen. Falsch! Sonntag = Kirche, also stellte es sich als äußerst schwierig heraus Frühstück zu finden. Auf unserer Tour durch die Stadt haben wir uns dann ein paar Sehenswürdigkeiten angeschaut wie z.B. das National Theater, Arts Market und den Independence Square. Pflicht erfüllt nun ruft der Spaß – und wo kann man den besser haben als am Strand!
Mit dem nächsten Taxi gings also zum altbekannten Bojo Beach, an dem wir auch schon an unseren ersten Tagen in Accra mit dem AFS Team waren. Leider war die Sonne um 15/16 Uhr immernoch zu heiß um Volleyball zu spielen also musste erstmal ein schattiger Platz und Getränke her.
Der Sprung oder eher gesagt die Sprünge in die Fluten durften natürlich auch nicht fehlen, was ein schönes Gefühl wieder im Salzwasser zu baden und in den Wellen zu toben.
Am Sonntag Abend war dann gutes deutsches Essen angesetzt also gings in den einzigen deutshcen Pub. Was für ein Reinfall! Also wenn ihr mal nach Accra kommen solltet – Finger weg vom Aquarius! Deutsches Essen hat keiner bestellt weils sauteuer war (Schnitzel 27 Cedi) also gabs für alle nen Burger, der wie sich herausstellte mehr ein Appetithäppchen als ein saftiger Burger war.
Nachdem wir damit reingefallen sind etwas Neues zu probieren gings dann erstmal zurück zu alt bekanntem – unserer Straßenkneipe! Dort und später noch im Hostel ließen wir dann also den letzten Abend in der Hauptstadt ausklingen.
Am Montag gings direkt nach dem Frühstück los nach Oda. Diesmal ohne On-The-Way-Shower dafür aber mit ziemlich unfreundlichem Fahrer neben mir.
Nettes Wochenende, Accra ist also ein Ort den man gerne wieder für ein paar Tage aufsuchen kann aber dort leben wäre mir eindeutig zu busy!
Neben Accra gibt’s von den letzten Wochen wenig neues zu berichten. Immernoch bemühter Lehrer, immernoch eine tolle Familie und immernoch alles schön hier im beschaulichen Akim Oda.
Wobei ich zu meinen Erfahrungen als Lehrer sagen muss – Uff, anstrengender als ich dachte. Die zwei größten Probleme sehe ich eigentlich darin Kinder in ICT (Computer) zu unterrichten, die vielleicht noch nie einen Computer gesehen haben und zu dem tue ich mich noch schwer damit eine gute Balance zwischen Lehrer und Kumpel bei meinen Schülern zu finden. Zumindest zweiteres wird sich schon in den nächsten 10 Monaten noch ergeben und für das erste Problem werde ich schon eine Lösung finden.
Der letzte Eintrag ist ja schon wieder ein bisschen her, damals nach unserem Trip nach Winneba.
Vor einer Woche haben wir den nächsten Trip angetreten und damit ist natürlich auch wieder ein Eintrag fällig.
Der größte Nationalfeiertag hier in Ghana ist der 6. März, der Independeceday. Wenn das mal keine Gelegenheit ist sich in der Hauptstadt blicken zu lassen um sich das Spektakel anzusehen und auch wieder einen Hauch westlichen Einflusses zu spüren. Ein weitere traditioneller Brauch hier in Ghana kam uns hier ebenfalls zu Gute, denn wenn ein Feiertag hier auf das Wochenende fällt, und somit keinen zusätzlichen freien Tag mit sich bringt, wird er einfach am nächsten Wochentag nachgeholt. Der Montag war also auch frei und bescherte uns etwas mehr Zeit im Trubel der Großstadt. Glücklicherweise wurde am Freitag an meiner Schule auch nicht unterrichtet – es war Marschieren angesagt! Nächste Tradition zum Independenceday – Marschieren! Zum Einen wird bei der großen Veranstaltung in Accra groß aufmarschiert zum Anderen werden in kleineren Kreisen anscheinend in kleineren Kreisen unter Schulen Marschier-Wettbewerbe zu veranstalten. Statt zu lernen wurde in den letzten Wochen und gerade an den Tagen vor dem Independeceday also fleißig marschiert (Am Ende hat meine Schule übrigens den 3. Platz belegt). Ich konnte also direkt am Freitag Morgen nach Accra starten und erst am Montag musste ich mich wieder auf den Heimweg machen. Die Abfahrt nach Accra verzögerte sich leider etwas....mein Paket aus Deutschland ist angekommen (Hier nochmal ein großes Dankeschön an meine Eltern!!)! Was hab ich mich gefreut – BIS...ja bis ich den netten Herren vom Post Office kennengelernt habe. Fein gekleidet in seiner blauen Zollbehörden-Post-Mist-Uniform und seinem Hütchen nahm er mein Paket und die beigelegt Packliste gründlich unter die Lupe und tippte und rechnete dann drauflos. Nach einer meiner Meinung nach ziemlich willkürlichen Rechnung sollte ich dann übern Daumen gepeilt 50 % des Paketwertes nochmal als Steuer und Zoll zahlen, wahrscheinlich inklusive Handgeld für den netten Officer. Die nächsten 1,5 Stunden zusammengefasst: Leif dicker Hals, Officer beteuert das Geld sei ja für den Staat, Diskussion über einzelne Teile im Paket, Leif lässt sich die Rechnung erklären – Ergebnis: es wurde die klassische „Pi-mal-Daumen-Methode“ angewendet, unzählige erfolglose Versuche dem Post Officer seine Fehler zu erklären (alle Waren wurden mit 20 % Importduty und 17 % VAT/MwSt. Besteuert obwohl bei einigen der Satz sogar bei 0 % liegt), Officer war endlich auch genervt, Leif will endlich nach Accra, 160 Cedi (ca. 80 Euro) werden unter Vorbehalt gezahlt.
Ich habe also noch die schöne Aufgabe dem schicken Post Officer seinen Job ab zu nehmen und eine genaue Aufstellung der Steuern zu machen.
Vom Post Office gings direkt nach Hause um einen kurzen Blick in das Paket zu werfen.
Danach direkt die Abfahrt nach Accra.
Auf dem Weg nach Accra geschah es dann, endlich, nach 2 Monaten in Ghana, ich erlebte MEINE erste echte TroTro-Story! Eigentlich eine ganz angenehme Fahrt im TroTro letzte Reihe zwischen zwei jüngeren Damen, eine davon mit Kind. Auf halber Strecke SAH ich das es begonnen hatte zu regnen und kurze Zeit später SPÜRTE ich, dass es begonnen hatte zu regnen. Ihr müsst dazu wissen, das TroTro's Kleinbusse sind, die als Sammeltaxi benutzt werden und nicht unbedingt im besten Zustand sind. Unser Kofferraum war anscheinend zu beladen um die sowieso schon recht instabile Tür zu schließen. Wasser findet eben seinen Weg, besonders wenn am Ende des Autodaches ein riesiger Spalt offen ist. Wohin es den Weg gefunden hat ist wohl klar, direkt auf meine Rückenlehne. Mit Gepäck auf dem Schoß war aufstehen auch undenkbar – womit ich meine erste On-TroTro-Tour-Dusche bekam. Im Großen und Ganzen echt lustig, nur nicht für das Baby neben mir, vor 2 Minuten noch süßes, kleines Baby und dann plötzlich kleines, schreiendes Monster. Angekommen in Accra war mein Shirt auch schon wieder trocken und den nassen Fleck auf meinem Hintern hat anscheinend auch keiner entdeckt.
Endlich im Hostel! Gepäck abladen! Weiter! AFS Büro! Noch mehr AFSer haben sich wohl entschieden den Feiertag zu nutzen...sehr schön!
Also noch ein paar Leute aufgegabelt, beim Essen das erste mal über die Preise in Accra gewundert und dann zurück zum Hostel. Den Abend verbrachten wir mit viel Laufen! Auf der Suche nach dem richtigen Pub oder Club, für mich kein Problem ich bin da anspruchslos – ein gutes Bier gibt’s überall. Bei einer Gruppe von mehr als 10 Leuten gestaltet sich das natürlich schwieriger! Erst landeten wir in einer kleinen Straßenkneipe, die sich in den nächsten Tagen noch zu unserer Stammkneipe entwickeln sollte, von dort aus wurden wir in einen Pub geschickt, der sich als High Society Club herausstellte. Ohne den Eintritt von ca. 10 Euro zu bezahlen ( Türsteher zum anderen Türsteher „Hey lass die Weißen rein, die gehen ja sowieso gleich zur Bar und kaufen was“) also ab in die Nobelhöhle. Der Aussage des Türstehers wollte ich natürlich auch direkt folge leisten und ab an die Bar. Die meisten haben dann die Cocktailpreise abgeschreckt, so dass wir dann nur zu zweit am Tresen standen um unsere ca.4 €-“teuren“ drinks zu ordern – kein Havana, okay dann Captain Morgan, einfach oder doppelt?, was kostet doppelt?, 1 Cedi mehr, gibt’s auch dreifach?, nein!, dann doppelt!!
Danach ging die Suche weiter bis sich ein Teil der Gruppe entschied Bacradi zu kaufen und zurück zum Hostel zu gehen, klingt schlicht aber nett. Zum Glück hab ich mich aber doch von der lauten Musik über die Straßen zu einem geilen „Club“ tragen lassen. Eigentlich sind es nur ein paar Buden an der Straße aber es gab gute, laute Musik und alles war voller Menschen. Nicer place, also steil gehen! Drinks, Spaß und vor allem crazy Dances beherrschten die nächsten Stunden. Wie die Leute hier tanzen – unglaublich, das sieht fast so aus wie das was man sonst eher im Schlafzimmer sieht.
Später gings dann wieder zurück zu unserer Straßenkneipe in der der Barkeeper uns auch gleich unseren Wunsch erfüllte und eine fette 90er CD über die Boxen spielen ließ...NICE! PARTY ON!
Samstag früh, Spaß gehabt, heute muss aber was sinnvolles her. Es war also Sightseeing angesagt, toller Plan nur gabs wieder viele unterschiedliche Ansichten. Beim Frühstück wurde dann der Tagesplan aufgestellt und los gings. Erstes Ziel Legon University of Ghana. Wow, was für ein Komplex! Ich möchte also gerne in Ghana studieren, was? Egal, hauptsache Legon!
Alles hübsch angelegt mit viel Grün, einer großen Straße in der Mitte, stilvollen Gebäuden, Statuen und und und...es war einfach riesig!
Auf unserem Plan stand weiter unten auch noch die Accra Mall, aber da wir gerade in der Nähr waren änderten wir den Plan und fuhren zur Accra Mall, wo wir dann den Rest des Nachmittages verbrachten. Nice but strange, das triffts wohl. Die Mall ist echt schön und hat viel von einer westlichen Mall, genau da ist auch das „strange“ anzusetzen, denn man fühlt sich dort wie in einer Welt irgendwo zwischen Ghana und Europa bzw. dem Westen. Selbst einen Apple-Store hab ich gefunden (leider kein IPad zu sehen). Ich habe mich hauptsächlich darauf beschränkt den Supermarkt nach bezahlbaren westlichen Lebensmitteln zu durchstöbern. Teilweise waren die Preise echt heftig für westliche Produkte, z.B. ein Glas Nutella 17 Cedi und Käse war auch extrem teuer, leider!
Nach der Shoppingtour musste natürlich auch erstmal was essbares her und glücklicherweise konnten wir uns auch kulinarisch mal etwas westlicher Orientieren – BURGER! POMMES! Ein Traum!
Der Tag war inzwischen auch schon zu weit voran geschritten um die Sightseeingtour noch auszudehnen also - zurück ins Hostel und ab zur Beachparty.
Die Beachparty...WOW...so viele Menschen am! Gibts`s hier auch Sand und Meer? Denn ich seh nur Menschen! Gleich am Eingang ging`s dann schon wieder los mit dem Andrang auf die Weißen, jeder bot sich dir als Führer an um dir alles zu zeigen und mit dir zu feiern. Eine größere Gruppe Obrunies wird natürlich auch schnell erkannt und somit wurden wir am Strand dann auch gleich von einer Kellnerin zu einem netten Platz geführt. So saßen wir also einige Stunden, genossen die Musik, tranken kühles Bier, aßen traumhafte Pizza und ließen uns von der Masse an ,zum Teil sehr interessanten, Menschen berauschen. Sehr netter Spot zum feiern aber zum chillen am Strand absolut ungeeignet. Als der Strand sich langsam lehrte gings auch für uns wieder Richtung Stadt, wieder in unsere Straßenkneipe, in der wir schon mit einem Lächeln und dem besten aus den 90ern begrüßt wurden.
Sonntag früh machten wir uns dann direkt auf den Weg zum Sightseeing, ohne Frühstück...man kann ja unterwegs was essen. Falsch! Sonntag = Kirche, also stellte es sich als äußerst schwierig heraus Frühstück zu finden. Auf unserer Tour durch die Stadt haben wir uns dann ein paar Sehenswürdigkeiten angeschaut wie z.B. das National Theater, Arts Market und den Independence Square. Pflicht erfüllt nun ruft der Spaß – und wo kann man den besser haben als am Strand!
Mit dem nächsten Taxi gings also zum altbekannten Bojo Beach, an dem wir auch schon an unseren ersten Tagen in Accra mit dem AFS Team waren. Leider war die Sonne um 15/16 Uhr immernoch zu heiß um Volleyball zu spielen also musste erstmal ein schattiger Platz und Getränke her.
Der Sprung oder eher gesagt die Sprünge in die Fluten durften natürlich auch nicht fehlen, was ein schönes Gefühl wieder im Salzwasser zu baden und in den Wellen zu toben.
Am Sonntag Abend war dann gutes deutsches Essen angesetzt also gings in den einzigen deutshcen Pub. Was für ein Reinfall! Also wenn ihr mal nach Accra kommen solltet – Finger weg vom Aquarius! Deutsches Essen hat keiner bestellt weils sauteuer war (Schnitzel 27 Cedi) also gabs für alle nen Burger, der wie sich herausstellte mehr ein Appetithäppchen als ein saftiger Burger war.
Nachdem wir damit reingefallen sind etwas Neues zu probieren gings dann erstmal zurück zu alt bekanntem – unserer Straßenkneipe! Dort und später noch im Hostel ließen wir dann also den letzten Abend in der Hauptstadt ausklingen.
Am Montag gings direkt nach dem Frühstück los nach Oda. Diesmal ohne On-The-Way-Shower dafür aber mit ziemlich unfreundlichem Fahrer neben mir.
Nettes Wochenende, Accra ist also ein Ort den man gerne wieder für ein paar Tage aufsuchen kann aber dort leben wäre mir eindeutig zu busy!
Neben Accra gibt’s von den letzten Wochen wenig neues zu berichten. Immernoch bemühter Lehrer, immernoch eine tolle Familie und immernoch alles schön hier im beschaulichen Akim Oda.
Wobei ich zu meinen Erfahrungen als Lehrer sagen muss – Uff, anstrengender als ich dachte. Die zwei größten Probleme sehe ich eigentlich darin Kinder in ICT (Computer) zu unterrichten, die vielleicht noch nie einen Computer gesehen haben und zu dem tue ich mich noch schwer damit eine gute Balance zwischen Lehrer und Kumpel bei meinen Schülern zu finden. Zumindest zweiteres wird sich schon in den nächsten 10 Monaten noch ergeben und für das erste Problem werde ich schon eine Lösung finden.
Montag, 22. Februar 2010
Malaria und Hitlers Tod
Maha, ich lebe noch!
Obwohl ich gerade eine schwere Krankheit überstanden habe geht es mir wieder blendend!
Es scheint den Ärzten hier einfach auf der Zunge zu liegen jedem Patienten Malaria zu attestieren.
Genau aus dem Grund hatte eben auch ich Malaria – obwohl der Bluttest negativ war. Mein erster besuch beim Arzt war also sehr aufregend:
Nach 3 Tagen mit etwas erhöhter Temperatur und teilweise leichten Kopfschmerzen habe ich mich entschieden mal ein kleinen Check beim Arzt zu machen. In der Privatklinik war die Schlage an Patienten leider extrem lang, weshalb wir dann zu einem anderen Arzt gefahren sind. Nachdem ich mich mit dem Arzt 5 Minuten unterhalten habe und er an meinem Nacken schon eindeutig zwei Moskitostiche erkannt hat, aht er dann noch meine Temperatur gemessen (unterm Arm, nachdem ich bei einer Außentemperatur von ca.30° 15 min durch die Sonne gelaufen bin) Ergebnis: 40.6°.
Die Temperatur hat den Arzt gar nicht so sehr schockiert wie ich gedacht hätte. Daraufhin wurde ich dann auch mal kurz abgehorcht und für den Arzt stand fest ich habe Malaria. Natürlich habe ich mehrmals meine Bedenken geäußert weshalb der Arzt sich dann doch durchringen konnte einen Bluttest zu machen. Der Bluttest hatte ungefähr eine Stunde gedauert, denn erst musste ein Externer Arzt kommen um mir Blut abzunehmen und damit dann wieder ins Labor zu fahren. Nach weiteren 30 Minuten kam er dann mit dem erstaunlichen Ergebnis zurück: Negativ. Als hätte ich es nicht gewusst hatte der Arzt aber noch ein Ass im Ärmel, der Malaria-Erreger könnte ja noch in meiner Leber oder so sein und deshalb im Blut nicht messbar! Okay und jetzt? Nach weiteren 10 Minuten Diskussion haben wir uns dann auf Malariatabletten für Kinder geeinigt – ich hatte dabei einfach den Gedanken die Tabletten sind wohl stark genug um jeglichen Erreger aus meinem Körper zu spülen. Meine erste Malaria Erkrankung verlief also angenehmer als ich es erwartet hätte.
Da ich beim Arzt ja auch auf das in Ghana so gern gesehene Warten nicht verzichten konnte gab es auch genug Zeit um interessante Gespräche zu führen. Am interessantesten dabei die Aussage (sinngemäß) „Wo her willst du denn wissen, das Hitler im Krieg gestorben ist? Hitler hat nämlich noch bis 1977 in Südamerika gelebt. Als er dann gestorben ist wurde das groß in der Zeitung überall auf der Welt mitgeteilt“. Die deutschen Zeitungen haben da wohl was verpasst ;).
Ansonsten verläuft hier weiterhin alles sehr angenhem. Der Lehrerjob geht mir von Tag zu Tag leichter von der Hand und auch Klima, Essen usw. habe ich mich langsam echt gut gewöhnt. Viel außergwoönliches zu berichten ahbe ich eigentlich nicht mehr. Haben am Wochenende und auch unter der Woche eben viel mit den anderen Freiwilligen hier aus der Gegend gemacht, Tour durch Akim Oda, den Markt besichtigen, den Chief besuchen (war leider nicht da ;) ) usw. .
Diese Woche haben wir dann noch eine deutsche Besucherin bekommen. Eine ehemalige Freiwillige der Elite School. Sie ist echt nett und vergrößert unsere deutsche Gemeinschaft dann schon auf 4 Personen.
Am Wochenende geht es dann endlich mal an Strand ,nachdem ich das letzte Wochenende ja so „schwer erkrankt“ war und nicht fahren konnte. Morgen früh treffen wir uns alle also um 7.30 um unsere ca. zweistündige Tour im TroTro nach Winneba anzutreten. Ich denke ich werde mich heute noch mit etwas Bier bewaffnen, nur für den Fall das plötzlich Unterhopfung eintreten sollte.
Sand, Meer und vor allem mal wieder etwas Bewegung (die hier eindeutig zu kurz kommt) lassen mein Herz jetzt schon höher schlagen und ich hoffe wirklich es kommt nichts mehr dazwischen.
Achso ich kann euch auch mal eine kleine Preisübersicht geben um euch zu zeigen was das Leben hier so kostet ;):
500ml Wasser (auf der Straße) – ca. 0,025 €
3 Orangen – ca.0,10 €
Vanilleeis – ca. 0,20 €
Cola (im Pub) – ca. 0,35 €
30x500ml Wasser – ca. 0,40 €
eine ganze Ananas (natürlich frisch geschält und in Stücke geschnitten) 0,10 € - 0.50 €
Bier (im Pub, Star) – ca. 1 €
Bier (am Kiosk, Becks 0.5 oder Heineken 0.33) – ca. 1 €
DVD (mit 10 und mehr Filmen z.B. Harry Potter 1-6 und Herr der Ringe komplett) – ca. 1,50 – 2,00 €
Shorts (Reebok, wahrscheinlich gebraucht) – 1,50 €
Fußball (kein Leder) – ca. 2 €
10 Kartoffeln – ca. 2 €
Fußballschuhe (noname) – ca. 4 €
Wenn es sich also nicht gerade um westliche Produkte handelt, die hier eher selten gekauft werden, sind die Preise echt seehr billig. Man gewöhnt sich sehr schnell daran. Ich habe mich letzt gewundert, weil ich für Erdbeermarmelade (eher europäisches Produkt) ca. 1 € bezahlen sollte. Kein unnormaler Preis, aber wenn man sich hier an die Preise gewöhnt hat klingen 2 Ghana-Cedi schon viel im ersten Moment.
Jetzt hab ich erstmal Wochenende, gleich geht’s wohl noch in Pub und da wir heut so viele nette Leute im Haus haben (zusätzlich zu meinen Hostgeschwistern sind ja noch die andere Ex-Freiwillige aus Deutschland und eine AFS-Freiwillige aus Amerika hier) wird’s bestimmt noch ein netter Abend.
Ich versuch demnächst auch mal ein paar mehr Bilder im Blog hochzuladen, anfang nächster Woche damit ihr auch gleich den geilen Strand hier bewundern könnt ;). Ihr könnt mir im Gegenzug aber auch ruhig mal Bilder vom sibirischen Sylt schicken...cultural exchange eben!
Bye!
Update:
Leider hab ichs vor dem Wochenende nicht mehr geschafft den Beitrag online zu stellen, also hier auch gleich der Bericht aus Winneba.
Niiiice! Bei Strand, Meer, Salzwasser, Wellen, Sand und allem was noch so dazu gehört fühlt man sich ja gleich so heimisch. Allein die Palmen und die Temperaturen haben mich ab und zu daran erinnert auf einem anderen Kontinent zu sein – und natürlich die Tatsache, dass der Strand größtenteils leer war und die Leute, die zu sehen waren, waren schon sehr gut gebräunt.
Mein Leichtsinn was den Umgang mit der Sonne angeht hat mir natürlich auch meinen ersten leichten Sonnenbrand beschert. Einmal am Morgen mit Sonnencreme (Faktor 15) eincremen reicht also nicht für einen ganzen Tag am Strand, wieder was gelernt :D. Nach einigen angenehmen Stunden am Strand gings dann ,ziemlich erschöpft vom Schwimmen und Volleyball, auf die Suche nach einer Unterkunft. Eine sehr kurze Suche. 2 Hostels besucht, insgesamt ein Preisunterschied von 40 Cedi (20 €) machten einem die Entscheidung sehr leicht. So haben wir also für 5 Personen 35 Cedi bezahlt. Für den Preis gabs 2 nette Zimmer, je eine RICHTIGE DUSCHE (!) und einen gemütlichen Platz zum Chillen direkt vor unserem Zimmer. Der Eigentümer des Hostels hat uns dann auch gleich mal in die Stadt zum essen gefahren, netter Service für den wir uns dann mit einem Getränk im Restaurant erkenntlich gezeigt haben – eine kleine Geste mit großer Wirkung, denn der Eigentümer war spätestens ab diesem Zeitpunkt echt nett und zuvorkommend! Nach dem etwas späten Lunch gings dann zum Hotel – duschen, etwas hopfiges besorgen und ab and Strand zum „Sonnenuntergang“ (viel zu sehen gabs natürlich nicht, da der Strand nach Süden ausgerichtet ist). Sehr angenehm wars trotzdem, abgesehen von Leuten (Erwachsenen und Kindern), die sich einfach zu dir setzen oder sogar nach Geld fragen. Bisher muss ich echt sagen, dass ich echt selten nach Geld oder so gefragt werde, aber in Winneba war irgendwie alles etwas schlimmer. Das gleiche gilt auch für die Preise, um genauer zu sein die Preise für Weiße. In Winneba hatte ich wirklich das erste mal richtig das Gefühl, dass die Leute einen über den Tisch ziehen wollen. Auch wenn ich es grundsätzlich nicht fair finde, dass wir auf Grund unserer Herkunft und besonders unserer Hautfarbe mehr bezahlen müssen, habe ich kein Problem damit wenn ich letztendlich ein paar pesowas (Cent) mehr bezahle. Wenn wir aber ein Taxi nehmen 1,50 Cedi zahlen und für die gleiche Strecke 10 Minuten später 5 Cedi bezahlen soll liegt einem doch schon das Wort „Verbrecher“ auf der Zunge. Insgesamt kamen solche Situationen aber echt selten vor! Hier in Akim Oda wird man beispielsweise in 99 % aller Fälle fair behandelt.
Okay back to topic. Nach dem ein oder anderen Getränk am Strand gings dann in der Dunkelheit zur Lagoon Lodge um die dort so hoch gepriesene Bar zu besuchen. Ein lohnenswerter Besuch! Im Restaurant saßen mehr „Weiße“ als Einheimische, was einem gleich wieder ein kleines Gefühl von Heimat gab. Das nächste Stück Heimat kam dann mit der Speisekarte – PIZZA! POMMES (aus Kartoffeln und nicht Yum!) und CAPTAIN MORGAN (wie sich später rausstellte, gabs den leider nur auf der Karte, genauso wie Bacardi :( ). Die meisten Europäer im Restaurant waren sogar Deutsche, aber eine größere Gruppe Deutscher hatte anscheinend kein Interesse daran mehr Leute kennen zu lernen (Sind wir deutschen in Gruppen immer so??). Ein Deutscher gesellte sich aber gleich zu uns, aber auch er war leider etwas merkwürdig. Er ist zum zweiten mal für mehrere Wochen hier in Ghana, hat eine Partnerschaft zwischen dem College in Winneba und der Uni in Flensburg aufgebaut und weiß nicht was Twi ist UND hat noch nie das Wort „Obrunie“ (deutsch „Weißer“, was einem hier jeder hinter her ruft), gehört. Das hat mir erstmals gezeigt, dass man sich hier wohl wirklich als Tourist aufhalten kann ohne viel von der Kultur mit zu bekommen.
Als dann auch die Lagoon Lodge seine Pforten, zumindest für Besucher, schließen wollte entschlossen wir uns auf ein paar Amerikaner zu hören und in einen „Club“ zu fahren. Nach einem langen aber trotzdem sehr lustigen Marsch, auf dem wir einem schlafenden Wachmann seinen Job abgenommen und einem Auto die Tore zum South-Campus geöffnet haben (der Wachmann ist irgendwann doch durch das Hupen des Autos aufgewacht und hat uns an den Toren nur angeguckt :D), und einer kleinen Taxifahrt sind wir dann am „Kings and Queens angekommen“. Es war also ca. 23.30 eine gute Zeit um einen Club zu betreten, falsch! Alle waren am Aufräumen und gerade dabei zu schließen?! Blieb uns also nur noch ein paar Getränke zu kaufen und zurück zum Hostel. In gemütlicher Runde am Hostel nahm der Abend dann also ein angenehmes Ende.
Am nächsten Tag gabs dann noch einen Marsch durch die Stadt auf der Suche nach Frühstück, 1-2 Stunden am Strand, eine Dusche und zum Schluss eine Heimreise im TroTro, die einem gleich wieder einiges der so mühsam gesammelten Energie und Erholung wieder raubte.
Bilder folgen natürlich auch demnächst...aber der Upload gestaltet sich hier manchmal schwerer als gedacht. Ich bleib dran und bald könnt ihr euch dann hoffentlich ein noch besseres Bild von meinem Leben hier machen ;).
Bis zum nächsten mal!
Maha, ich lebe noch!
Obwohl ich gerade eine schwere Krankheit überstanden habe geht es mir wieder blendend!
Es scheint den Ärzten hier einfach auf der Zunge zu liegen jedem Patienten Malaria zu attestieren.
Genau aus dem Grund hatte eben auch ich Malaria – obwohl der Bluttest negativ war. Mein erster besuch beim Arzt war also sehr aufregend:
Nach 3 Tagen mit etwas erhöhter Temperatur und teilweise leichten Kopfschmerzen habe ich mich entschieden mal ein kleinen Check beim Arzt zu machen. In der Privatklinik war die Schlage an Patienten leider extrem lang, weshalb wir dann zu einem anderen Arzt gefahren sind. Nachdem ich mich mit dem Arzt 5 Minuten unterhalten habe und er an meinem Nacken schon eindeutig zwei Moskitostiche erkannt hat, aht er dann noch meine Temperatur gemessen (unterm Arm, nachdem ich bei einer Außentemperatur von ca.30° 15 min durch die Sonne gelaufen bin) Ergebnis: 40.6°.
Die Temperatur hat den Arzt gar nicht so sehr schockiert wie ich gedacht hätte. Daraufhin wurde ich dann auch mal kurz abgehorcht und für den Arzt stand fest ich habe Malaria. Natürlich habe ich mehrmals meine Bedenken geäußert weshalb der Arzt sich dann doch durchringen konnte einen Bluttest zu machen. Der Bluttest hatte ungefähr eine Stunde gedauert, denn erst musste ein Externer Arzt kommen um mir Blut abzunehmen und damit dann wieder ins Labor zu fahren. Nach weiteren 30 Minuten kam er dann mit dem erstaunlichen Ergebnis zurück: Negativ. Als hätte ich es nicht gewusst hatte der Arzt aber noch ein Ass im Ärmel, der Malaria-Erreger könnte ja noch in meiner Leber oder so sein und deshalb im Blut nicht messbar! Okay und jetzt? Nach weiteren 10 Minuten Diskussion haben wir uns dann auf Malariatabletten für Kinder geeinigt – ich hatte dabei einfach den Gedanken die Tabletten sind wohl stark genug um jeglichen Erreger aus meinem Körper zu spülen. Meine erste Malaria Erkrankung verlief also angenehmer als ich es erwartet hätte.
Da ich beim Arzt ja auch auf das in Ghana so gern gesehene Warten nicht verzichten konnte gab es auch genug Zeit um interessante Gespräche zu führen. Am interessantesten dabei die Aussage (sinngemäß) „Wo her willst du denn wissen, das Hitler im Krieg gestorben ist? Hitler hat nämlich noch bis 1977 in Südamerika gelebt. Als er dann gestorben ist wurde das groß in der Zeitung überall auf der Welt mitgeteilt“. Die deutschen Zeitungen haben da wohl was verpasst ;).
Ansonsten verläuft hier weiterhin alles sehr angenhem. Der Lehrerjob geht mir von Tag zu Tag leichter von der Hand und auch Klima, Essen usw. habe ich mich langsam echt gut gewöhnt. Viel außergwoönliches zu berichten ahbe ich eigentlich nicht mehr. Haben am Wochenende und auch unter der Woche eben viel mit den anderen Freiwilligen hier aus der Gegend gemacht, Tour durch Akim Oda, den Markt besichtigen, den Chief besuchen (war leider nicht da ;) ) usw. .
Diese Woche haben wir dann noch eine deutsche Besucherin bekommen. Eine ehemalige Freiwillige der Elite School. Sie ist echt nett und vergrößert unsere deutsche Gemeinschaft dann schon auf 4 Personen.
Am Wochenende geht es dann endlich mal an Strand ,nachdem ich das letzte Wochenende ja so „schwer erkrankt“ war und nicht fahren konnte. Morgen früh treffen wir uns alle also um 7.30 um unsere ca. zweistündige Tour im TroTro nach Winneba anzutreten. Ich denke ich werde mich heute noch mit etwas Bier bewaffnen, nur für den Fall das plötzlich Unterhopfung eintreten sollte.
Sand, Meer und vor allem mal wieder etwas Bewegung (die hier eindeutig zu kurz kommt) lassen mein Herz jetzt schon höher schlagen und ich hoffe wirklich es kommt nichts mehr dazwischen.
Achso ich kann euch auch mal eine kleine Preisübersicht geben um euch zu zeigen was das Leben hier so kostet ;):
500ml Wasser (auf der Straße) – ca. 0,025 €
3 Orangen – ca.0,10 €
Vanilleeis – ca. 0,20 €
Cola (im Pub) – ca. 0,35 €
30x500ml Wasser – ca. 0,40 €
eine ganze Ananas (natürlich frisch geschält und in Stücke geschnitten) 0,10 € - 0.50 €
Bier (im Pub, Star) – ca. 1 €
Bier (am Kiosk, Becks 0.5 oder Heineken 0.33) – ca. 1 €
DVD (mit 10 und mehr Filmen z.B. Harry Potter 1-6 und Herr der Ringe komplett) – ca. 1,50 – 2,00 €
Shorts (Reebok, wahrscheinlich gebraucht) – 1,50 €
Fußball (kein Leder) – ca. 2 €
10 Kartoffeln – ca. 2 €
Fußballschuhe (noname) – ca. 4 €
Wenn es sich also nicht gerade um westliche Produkte handelt, die hier eher selten gekauft werden, sind die Preise echt seehr billig. Man gewöhnt sich sehr schnell daran. Ich habe mich letzt gewundert, weil ich für Erdbeermarmelade (eher europäisches Produkt) ca. 1 € bezahlen sollte. Kein unnormaler Preis, aber wenn man sich hier an die Preise gewöhnt hat klingen 2 Ghana-Cedi schon viel im ersten Moment.
Jetzt hab ich erstmal Wochenende, gleich geht’s wohl noch in Pub und da wir heut so viele nette Leute im Haus haben (zusätzlich zu meinen Hostgeschwistern sind ja noch die andere Ex-Freiwillige aus Deutschland und eine AFS-Freiwillige aus Amerika hier) wird’s bestimmt noch ein netter Abend.
Ich versuch demnächst auch mal ein paar mehr Bilder im Blog hochzuladen, anfang nächster Woche damit ihr auch gleich den geilen Strand hier bewundern könnt ;). Ihr könnt mir im Gegenzug aber auch ruhig mal Bilder vom sibirischen Sylt schicken...cultural exchange eben!
Bye!
Update:
Leider hab ichs vor dem Wochenende nicht mehr geschafft den Beitrag online zu stellen, also hier auch gleich der Bericht aus Winneba.
Niiiice! Bei Strand, Meer, Salzwasser, Wellen, Sand und allem was noch so dazu gehört fühlt man sich ja gleich so heimisch. Allein die Palmen und die Temperaturen haben mich ab und zu daran erinnert auf einem anderen Kontinent zu sein – und natürlich die Tatsache, dass der Strand größtenteils leer war und die Leute, die zu sehen waren, waren schon sehr gut gebräunt.
Mein Leichtsinn was den Umgang mit der Sonne angeht hat mir natürlich auch meinen ersten leichten Sonnenbrand beschert. Einmal am Morgen mit Sonnencreme (Faktor 15) eincremen reicht also nicht für einen ganzen Tag am Strand, wieder was gelernt :D. Nach einigen angenehmen Stunden am Strand gings dann ,ziemlich erschöpft vom Schwimmen und Volleyball, auf die Suche nach einer Unterkunft. Eine sehr kurze Suche. 2 Hostels besucht, insgesamt ein Preisunterschied von 40 Cedi (20 €) machten einem die Entscheidung sehr leicht. So haben wir also für 5 Personen 35 Cedi bezahlt. Für den Preis gabs 2 nette Zimmer, je eine RICHTIGE DUSCHE (!) und einen gemütlichen Platz zum Chillen direkt vor unserem Zimmer. Der Eigentümer des Hostels hat uns dann auch gleich mal in die Stadt zum essen gefahren, netter Service für den wir uns dann mit einem Getränk im Restaurant erkenntlich gezeigt haben – eine kleine Geste mit großer Wirkung, denn der Eigentümer war spätestens ab diesem Zeitpunkt echt nett und zuvorkommend! Nach dem etwas späten Lunch gings dann zum Hotel – duschen, etwas hopfiges besorgen und ab and Strand zum „Sonnenuntergang“ (viel zu sehen gabs natürlich nicht, da der Strand nach Süden ausgerichtet ist). Sehr angenehm wars trotzdem, abgesehen von Leuten (Erwachsenen und Kindern), die sich einfach zu dir setzen oder sogar nach Geld fragen. Bisher muss ich echt sagen, dass ich echt selten nach Geld oder so gefragt werde, aber in Winneba war irgendwie alles etwas schlimmer. Das gleiche gilt auch für die Preise, um genauer zu sein die Preise für Weiße. In Winneba hatte ich wirklich das erste mal richtig das Gefühl, dass die Leute einen über den Tisch ziehen wollen. Auch wenn ich es grundsätzlich nicht fair finde, dass wir auf Grund unserer Herkunft und besonders unserer Hautfarbe mehr bezahlen müssen, habe ich kein Problem damit wenn ich letztendlich ein paar pesowas (Cent) mehr bezahle. Wenn wir aber ein Taxi nehmen 1,50 Cedi zahlen und für die gleiche Strecke 10 Minuten später 5 Cedi bezahlen soll liegt einem doch schon das Wort „Verbrecher“ auf der Zunge. Insgesamt kamen solche Situationen aber echt selten vor! Hier in Akim Oda wird man beispielsweise in 99 % aller Fälle fair behandelt.
Okay back to topic. Nach dem ein oder anderen Getränk am Strand gings dann in der Dunkelheit zur Lagoon Lodge um die dort so hoch gepriesene Bar zu besuchen. Ein lohnenswerter Besuch! Im Restaurant saßen mehr „Weiße“ als Einheimische, was einem gleich wieder ein kleines Gefühl von Heimat gab. Das nächste Stück Heimat kam dann mit der Speisekarte – PIZZA! POMMES (aus Kartoffeln und nicht Yum!) und CAPTAIN MORGAN (wie sich später rausstellte, gabs den leider nur auf der Karte, genauso wie Bacardi :( ). Die meisten Europäer im Restaurant waren sogar Deutsche, aber eine größere Gruppe Deutscher hatte anscheinend kein Interesse daran mehr Leute kennen zu lernen (Sind wir deutschen in Gruppen immer so??). Ein Deutscher gesellte sich aber gleich zu uns, aber auch er war leider etwas merkwürdig. Er ist zum zweiten mal für mehrere Wochen hier in Ghana, hat eine Partnerschaft zwischen dem College in Winneba und der Uni in Flensburg aufgebaut und weiß nicht was Twi ist UND hat noch nie das Wort „Obrunie“ (deutsch „Weißer“, was einem hier jeder hinter her ruft), gehört. Das hat mir erstmals gezeigt, dass man sich hier wohl wirklich als Tourist aufhalten kann ohne viel von der Kultur mit zu bekommen.
Als dann auch die Lagoon Lodge seine Pforten, zumindest für Besucher, schließen wollte entschlossen wir uns auf ein paar Amerikaner zu hören und in einen „Club“ zu fahren. Nach einem langen aber trotzdem sehr lustigen Marsch, auf dem wir einem schlafenden Wachmann seinen Job abgenommen und einem Auto die Tore zum South-Campus geöffnet haben (der Wachmann ist irgendwann doch durch das Hupen des Autos aufgewacht und hat uns an den Toren nur angeguckt :D), und einer kleinen Taxifahrt sind wir dann am „Kings and Queens angekommen“. Es war also ca. 23.30 eine gute Zeit um einen Club zu betreten, falsch! Alle waren am Aufräumen und gerade dabei zu schließen?! Blieb uns also nur noch ein paar Getränke zu kaufen und zurück zum Hostel. In gemütlicher Runde am Hostel nahm der Abend dann also ein angenehmes Ende.
Am nächsten Tag gabs dann noch einen Marsch durch die Stadt auf der Suche nach Frühstück, 1-2 Stunden am Strand, eine Dusche und zum Schluss eine Heimreise im TroTro, die einem gleich wieder einiges der so mühsam gesammelten Energie und Erholung wieder raubte.
Bilder folgen natürlich auch demnächst...aber der Upload gestaltet sich hier manchmal schwerer als gedacht. Ich bleib dran und bald könnt ihr euch dann hoffentlich ein noch besseres Bild von meinem Leben hier machen ;).
Bis zum nächsten mal!
Dienstag, 2. Februar 2010
Einleben
Viel zu berichten gibt es derzeit nicht, wodrüber ich auch ganz froh bin. Ich genieße die ruhigere Zeit hier und versuche mich einzuleben und an meinen neuen Job zu gewöhnen, was mir auch immer besser gelingt. Kinder unterrichten ist manchmal gar nicht so einfach und auch wenn es einfach scheint ist es irgendwie ganz schön kraftraubend. Wenn ich nach meiner letzten Stunde nach Hause komme bin ich schon echt froh erstmal ein paar Minuten zu chillen. Am letzten Wochenende hab ich mich mit ein paar AFSern bei einer Freiwilligen aus den USA zum American Breakfast getroffen (Notiz: „Bratyum“ schmeckt wie Bratkartoffeln ;) ) war echt super – Bratkartoffeln die eigentlich Yum waren, Pancakes, Rührei und Toast – klingt vielleicht wenig spektakulär aber ich hab mich über „westliches“ Essen echt gefreut. Was einem plötzlich so alles fehlt wenn man es nicht mehr hat! Milch! Käse! BROT, kein toastbrot, sondern gutes Schwarzbrot! Alltagsdinge von denen man gar nicht direkt denkt, dass sie einem fehlen könnten! Ein schöner Kaffee am morgen wäre auch toll aber hier muss ich mich leider mit Instantkaffee begnügen. Man gewöhnt sich aber an alles....am schwersten fällt es mir aber immernoch mich an Fisch zu gewöhnen – Fisch essen ist immernoch eher Zwang als Genuss. Es ist auch nicht meine Hostfamily, die mich dazu zwingt sondern mehr ich selbst, denn ich weiß das ich Fisch noch sehr häufig in Suppen oder Stews finden werde. Nach unserem American Breakfast hat die Amerikanerin uns auch Ihre Schule gezeigt. Die Schule is ziemlich abgelegen und kann nur über eine ziemlich hügelige Schotterpiste erreicht werden (die übrigens echt nice zum mountainbiken wäre). Direkt an der Schule war dann so ein echt traditionelles Dorf mit Lehmhütten und allem was dazu gehört, gut das meine Hostfamily nicht so lebt! Auf dem Rückweg über die Schotterpiste mussten wir auf halber Strecke aus dem Auto springen weil der ganze Fahrerraum vom Motorraum aus voll gequalmt wurde. Nachdem der Fahrer dann zwei Blicke auf den Motor geworfen hat und der Wagen dann ansprang gings direkt weiter – that`s africa (dieser ausdruck fällt ziemlich oft, damit erklär ich mir hier einfach alles was ich nicht verstehe oder es einfach nicht in meine westlichen Ansichten passt). Übrigens saßen wir auch mit 5 Personen (3 Rückbank und 2 Vordersitz) + Fahrer in einem kleinen Taxi (ungefähr so groß wie ein alter Clio) und der Fahrer sagte, dass er sonst auch gerne schon 8 oder 9 Personen mit nimmt.
Wenn man hier aber schon ein paar TroTros (Sammeltaxis) gesehen hat wundert einen das gar nicht mehr, reinste Platzwunder die Autos hier :D. Ein anderer AFSer hat mir auch Fotos von seiner „Schule“ gezeigt – ein Gebäude bestehend aus Dach und halb-hohen Wänden, unterteilt in 3 Räume in denen 4 Klassen unterrichtet werden, die Tafel ist einfach eine Holzplatte schwarz angemalt uuund....that's africa!
Vielleicht fahren wir nächstes Wochenende an Strand...hoffentlich!! Ich soll gleich mal wieder ein paar Schüler ärgern...also bis zum nächsten Mal!
Viel zu berichten gibt es derzeit nicht, wodrüber ich auch ganz froh bin. Ich genieße die ruhigere Zeit hier und versuche mich einzuleben und an meinen neuen Job zu gewöhnen, was mir auch immer besser gelingt. Kinder unterrichten ist manchmal gar nicht so einfach und auch wenn es einfach scheint ist es irgendwie ganz schön kraftraubend. Wenn ich nach meiner letzten Stunde nach Hause komme bin ich schon echt froh erstmal ein paar Minuten zu chillen. Am letzten Wochenende hab ich mich mit ein paar AFSern bei einer Freiwilligen aus den USA zum American Breakfast getroffen (Notiz: „Bratyum“ schmeckt wie Bratkartoffeln ;) ) war echt super – Bratkartoffeln die eigentlich Yum waren, Pancakes, Rührei und Toast – klingt vielleicht wenig spektakulär aber ich hab mich über „westliches“ Essen echt gefreut. Was einem plötzlich so alles fehlt wenn man es nicht mehr hat! Milch! Käse! BROT, kein toastbrot, sondern gutes Schwarzbrot! Alltagsdinge von denen man gar nicht direkt denkt, dass sie einem fehlen könnten! Ein schöner Kaffee am morgen wäre auch toll aber hier muss ich mich leider mit Instantkaffee begnügen. Man gewöhnt sich aber an alles....am schwersten fällt es mir aber immernoch mich an Fisch zu gewöhnen – Fisch essen ist immernoch eher Zwang als Genuss. Es ist auch nicht meine Hostfamily, die mich dazu zwingt sondern mehr ich selbst, denn ich weiß das ich Fisch noch sehr häufig in Suppen oder Stews finden werde. Nach unserem American Breakfast hat die Amerikanerin uns auch Ihre Schule gezeigt. Die Schule is ziemlich abgelegen und kann nur über eine ziemlich hügelige Schotterpiste erreicht werden (die übrigens echt nice zum mountainbiken wäre). Direkt an der Schule war dann so ein echt traditionelles Dorf mit Lehmhütten und allem was dazu gehört, gut das meine Hostfamily nicht so lebt! Auf dem Rückweg über die Schotterpiste mussten wir auf halber Strecke aus dem Auto springen weil der ganze Fahrerraum vom Motorraum aus voll gequalmt wurde. Nachdem der Fahrer dann zwei Blicke auf den Motor geworfen hat und der Wagen dann ansprang gings direkt weiter – that`s africa (dieser ausdruck fällt ziemlich oft, damit erklär ich mir hier einfach alles was ich nicht verstehe oder es einfach nicht in meine westlichen Ansichten passt). Übrigens saßen wir auch mit 5 Personen (3 Rückbank und 2 Vordersitz) + Fahrer in einem kleinen Taxi (ungefähr so groß wie ein alter Clio) und der Fahrer sagte, dass er sonst auch gerne schon 8 oder 9 Personen mit nimmt.
Wenn man hier aber schon ein paar TroTros (Sammeltaxis) gesehen hat wundert einen das gar nicht mehr, reinste Platzwunder die Autos hier :D. Ein anderer AFSer hat mir auch Fotos von seiner „Schule“ gezeigt – ein Gebäude bestehend aus Dach und halb-hohen Wänden, unterteilt in 3 Räume in denen 4 Klassen unterrichtet werden, die Tafel ist einfach eine Holzplatte schwarz angemalt uuund....that's africa!
Vielleicht fahren wir nächstes Wochenende an Strand...hoffentlich!! Ich soll gleich mal wieder ein paar Schüler ärgern...also bis zum nächsten Mal!
Montag, 25. Januar 2010
Freitag, 22. Januar 2010
Angekommen!
Jetzt hab ich mal etwas mehr Zeit für einen Eintrag, denn ich tipp ihn einfach aufm Laptop vor und stell ihn im Internetcafe schnell ins Netz. Also eine direkte Connection hab ich hier bei meiner Hostfamily nicht bzw. eine extrem langsame Verbindung.
Ja bei meinem letzten Eintrag war ich ja quasi auf dem Sprung zu meiner Hostfamily und wie man dem Titel entnehmen kann bin ich dort auch gut angekommen. Physikalisch bin ich jetzt also schon ganz in Akim Oda und auch gefühlt ist es schon langsam mein Heim. Also mein „Wohlfühl“-Kurve hier hat noch Ihre Hochs und Tiefs aber die Tiefs werden immer kleiner und seltener. Ich wurde hier aber auch einfach so super aufgenommen! Meine Hostmum „Aunty“ ist einfach toll, dazu noch mein Hostbruder Isaac auch bekannt als Boakyebaby und meine deutsche Hostschwester Katjababy.
Meine Hostgeschwister sind verrückt und meine Hostmum einfach herzlich. Mein Heim ist auch so ziemlich meine Arbeit, denn Aunty hat hier vor 11 Jahren die Schule gegründet in der ich arbeite. Sie leitet die Schule auch heute noch und deshalb wohnen wir auch direkt an der Schule. Ohne einmal gearbeitet zu haben kenne ich die Schule also schon recht gut und was noch besser ist, die Kinder kennen mich ;). Mein Gott sind die Kids hier toll!! Am ersten Tag bin ich gleich mit Katja in die Nursery, also zu den kleinsten Kindern, gegangen. Alle freuen sich, alle schreien o'brounie (wie auch immer das geschrieben wird, aber es bedeutet soviel wie„der weiße“), alle springen um dich rum, alle wollen deine Hand nehmen und dich umarmen. Manchmal sind sie etwas schüchtern aber wenn einer dann erstmal den schritt gewagt hat und dich an der Hand genommen hat kommen alle anderen auch sofort. Es ist gar nicht so einfach von einem Klassenraum zum anderen zu gelangen mit 5 Kindern an jedem Bein. Als ich am zweiten Tag nochmal durch die Schule ging hatte sich die Aufregung um den zweiten Weißen immernoch nicht recht gelegt, aber sie kannten meinen Namen immerhin schon. Meinen Namen muss ich hier aber auch mindestens 5 mal täglich buchstabieren nach dem Motto „Your name is life?“ „No it's spelled L E I F“.
Ansonsten nutze ich diese Woche noch um mich etwas einzuleben: exotisches Essen probieren, die Gegend erkunden, mich an das Ghana-Englisch gewöhnen und natürlich auch das lokale Bier probieren. Hier in meiner Nähe wohnen noch 3 andere von AFS ein Deutscher, ein Belgier und eine Amerkianerin, alleine bin ich hier also bestimmt nicht.
So nun mal der Schwenk zu meiner Arbeit. Wie schon gesagt hab ich quasi keinen Weg zur Arbeit, was auch heißt, dass ich mit ausschlafen auch nicht viel am Hut habe weil hier ab ca. 6.30 die Kinder für Alarm sorgen. Meine Jobbezeichnung assistent teacher trifft wohl auch nicht wirklich zu denn assistieren werde ich niemanden, sondern viel mehr alleine unterrichten. Ich bin gespannt wie das klappt! Unterricht werden I.C.T. (also EDV, in allen 9 Klassen), Mathe (in der 4. Klasse) und Deutsch (in der 1. und 2. Klasse). Auf Mathe bin ich am meisten gespannt, denn die anderen Fächer kann ich wohl direkt ausm Stand unterrichten. Ich frage mich auch wie ich mir hier die ganzen Namen merken soll aber irgendwie wird das wohl klappen. Mit den nächsten Bildern lade ich auch mal meinen Stundenplan hoch. Achja und Sport habe ich auch noch aufm Plan aber da beschäftigen sich die Kinder wohl größtenteils selbst.
Vielmehr gibt es bisher noch nicht zu berichten. Was ich hier vermisse sind regelmäßige News, aber gestern habe ich gesehen, dass es auf BBC abends einen großen Block an World News gibt. Oh und Besuch darf ich hier übrigens auch empfangen, falls jemand von euch den Drang verspürt dieses wunderbare Land etwas zu erkunden ist er herzlichst eingeladen!
Mehr? Ich glaube nicht...morgen werde ich das erste mal meine Wäsche mit der Hand waschen! Montag habe ich meinen ersten Tag als Lehrer – erste Stunden German in der 1. Klasse ;).
Unsere Schule bekommt bald auch einen neuen Schulbus, gespendet von den FriendsofGhana aus Münster! Super! Der bisherige Schulbus ist bereits 11 Jahre im Einsatz und bietet statt den vorgeschriebenen 9 Personen auch gerne über 30 Kindern Platz.
Lasst mich noch ein Gedicht von meinem Lieblings Johann hinterher schicken:
Das Pferd ist verkehrt
Es war einmal ein Maul aus dem hing eine Tatze
Der Grund war, dieser Gaul fraß am liebsten Katze
Jetzt bin ich glaub ich wirklich durch! Ah eine sache noch: ICH HAB GECKOS! IN MEINEM ZIMMER! LOVE EM!
Fussballtechnisch scheint es momentan wohl besser zu sein Ghana-Fan zu sein (sind im Afrika-Cup gerade eine Runde weitergekommen) also Hannover-Fan (0:3 klatsche von Berlin, Trainer raus?, und ich kann nicht mal helfen, das macht mich traurig ;D).
Genug von mir! Was passiert auf der Insel so? In Deutschland? Sylter Gossip? Wer mit wem und warum? Oder warum eigentlich nicht?
Ich freue mich immer über eure Comments, Mails, SMS oder gar Anrufe! Meine Handynummer hier ist übrigens +233546390415 (hoffentlich werde ich jetzt nicht hart gespamt weil ich meine nummer hier poste! ).Im Internet bin ich nicht soo oft also lieber einfach mal eine günstige Vorwahl aus dem Internet suchen und nen call nach afrika starten.
Soweit so gut! Ihr habt nun einen aktuellen Stand! Jetzt müsst ihr mich noch mal aktualisieren ;)!
Dann bis zum nächsten mal!
Euer Leif
Euer Leifibaby
Euer O'Brounie
Euer Kwasi
(Sonntagsgeborener ;))
Au revoir!
Jetzt hab ich mal etwas mehr Zeit für einen Eintrag, denn ich tipp ihn einfach aufm Laptop vor und stell ihn im Internetcafe schnell ins Netz. Also eine direkte Connection hab ich hier bei meiner Hostfamily nicht bzw. eine extrem langsame Verbindung.
Ja bei meinem letzten Eintrag war ich ja quasi auf dem Sprung zu meiner Hostfamily und wie man dem Titel entnehmen kann bin ich dort auch gut angekommen. Physikalisch bin ich jetzt also schon ganz in Akim Oda und auch gefühlt ist es schon langsam mein Heim. Also mein „Wohlfühl“-Kurve hier hat noch Ihre Hochs und Tiefs aber die Tiefs werden immer kleiner und seltener. Ich wurde hier aber auch einfach so super aufgenommen! Meine Hostmum „Aunty“ ist einfach toll, dazu noch mein Hostbruder Isaac auch bekannt als Boakyebaby und meine deutsche Hostschwester Katjababy.
Meine Hostgeschwister sind verrückt und meine Hostmum einfach herzlich. Mein Heim ist auch so ziemlich meine Arbeit, denn Aunty hat hier vor 11 Jahren die Schule gegründet in der ich arbeite. Sie leitet die Schule auch heute noch und deshalb wohnen wir auch direkt an der Schule. Ohne einmal gearbeitet zu haben kenne ich die Schule also schon recht gut und was noch besser ist, die Kinder kennen mich ;). Mein Gott sind die Kids hier toll!! Am ersten Tag bin ich gleich mit Katja in die Nursery, also zu den kleinsten Kindern, gegangen. Alle freuen sich, alle schreien o'brounie (wie auch immer das geschrieben wird, aber es bedeutet soviel wie„der weiße“), alle springen um dich rum, alle wollen deine Hand nehmen und dich umarmen. Manchmal sind sie etwas schüchtern aber wenn einer dann erstmal den schritt gewagt hat und dich an der Hand genommen hat kommen alle anderen auch sofort. Es ist gar nicht so einfach von einem Klassenraum zum anderen zu gelangen mit 5 Kindern an jedem Bein. Als ich am zweiten Tag nochmal durch die Schule ging hatte sich die Aufregung um den zweiten Weißen immernoch nicht recht gelegt, aber sie kannten meinen Namen immerhin schon. Meinen Namen muss ich hier aber auch mindestens 5 mal täglich buchstabieren nach dem Motto „Your name is life?“ „No it's spelled L E I F“.
Ansonsten nutze ich diese Woche noch um mich etwas einzuleben: exotisches Essen probieren, die Gegend erkunden, mich an das Ghana-Englisch gewöhnen und natürlich auch das lokale Bier probieren. Hier in meiner Nähe wohnen noch 3 andere von AFS ein Deutscher, ein Belgier und eine Amerkianerin, alleine bin ich hier also bestimmt nicht.
So nun mal der Schwenk zu meiner Arbeit. Wie schon gesagt hab ich quasi keinen Weg zur Arbeit, was auch heißt, dass ich mit ausschlafen auch nicht viel am Hut habe weil hier ab ca. 6.30 die Kinder für Alarm sorgen. Meine Jobbezeichnung assistent teacher trifft wohl auch nicht wirklich zu denn assistieren werde ich niemanden, sondern viel mehr alleine unterrichten. Ich bin gespannt wie das klappt! Unterricht werden I.C.T. (also EDV, in allen 9 Klassen), Mathe (in der 4. Klasse) und Deutsch (in der 1. und 2. Klasse). Auf Mathe bin ich am meisten gespannt, denn die anderen Fächer kann ich wohl direkt ausm Stand unterrichten. Ich frage mich auch wie ich mir hier die ganzen Namen merken soll aber irgendwie wird das wohl klappen. Mit den nächsten Bildern lade ich auch mal meinen Stundenplan hoch. Achja und Sport habe ich auch noch aufm Plan aber da beschäftigen sich die Kinder wohl größtenteils selbst.
Vielmehr gibt es bisher noch nicht zu berichten. Was ich hier vermisse sind regelmäßige News, aber gestern habe ich gesehen, dass es auf BBC abends einen großen Block an World News gibt. Oh und Besuch darf ich hier übrigens auch empfangen, falls jemand von euch den Drang verspürt dieses wunderbare Land etwas zu erkunden ist er herzlichst eingeladen!
Mehr? Ich glaube nicht...morgen werde ich das erste mal meine Wäsche mit der Hand waschen! Montag habe ich meinen ersten Tag als Lehrer – erste Stunden German in der 1. Klasse ;).
Unsere Schule bekommt bald auch einen neuen Schulbus, gespendet von den FriendsofGhana aus Münster! Super! Der bisherige Schulbus ist bereits 11 Jahre im Einsatz und bietet statt den vorgeschriebenen 9 Personen auch gerne über 30 Kindern Platz.
Lasst mich noch ein Gedicht von meinem Lieblings Johann hinterher schicken:
Das Pferd ist verkehrt
Es war einmal ein Maul aus dem hing eine Tatze
Der Grund war, dieser Gaul fraß am liebsten Katze
Jetzt bin ich glaub ich wirklich durch! Ah eine sache noch: ICH HAB GECKOS! IN MEINEM ZIMMER! LOVE EM!
Fussballtechnisch scheint es momentan wohl besser zu sein Ghana-Fan zu sein (sind im Afrika-Cup gerade eine Runde weitergekommen) also Hannover-Fan (0:3 klatsche von Berlin, Trainer raus?, und ich kann nicht mal helfen, das macht mich traurig ;D).
Genug von mir! Was passiert auf der Insel so? In Deutschland? Sylter Gossip? Wer mit wem und warum? Oder warum eigentlich nicht?
Ich freue mich immer über eure Comments, Mails, SMS oder gar Anrufe! Meine Handynummer hier ist übrigens +233546390415 (hoffentlich werde ich jetzt nicht hart gespamt weil ich meine nummer hier poste! ).Im Internet bin ich nicht soo oft also lieber einfach mal eine günstige Vorwahl aus dem Internet suchen und nen call nach afrika starten.
Soweit so gut! Ihr habt nun einen aktuellen Stand! Jetzt müsst ihr mich noch mal aktualisieren ;)!
Dann bis zum nächsten mal!
Euer Leif
Euer Leifibaby
Euer O'Brounie
Euer Kwasi
(Sonntagsgeborener ;))
Au revoir!
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